Archiv für die Kategorie „Aktueller Kommentar“
Eigentlich wollte ich mich nicht der allgemeinen Diskussion um die Staatsverschuldung in der EU, das „sozial gerechte“ Rettungspaket unserer Regierung oder dem Kampf gegen die Staatsschulden anschließen, doch langsam sollte selbst unsere Regierung merken, dass der EU-Stabilitätspakt auf mehr als wackligen Beinen steht.
Da kamen in den letzten Tagen die Hiobsbotschaften aus der Politik, dass jetzt jeder Sparen muss. Vor allem wird jedoch an den benachteiligten Gruppen in Deutschland gespart. Es mutet daher schon fast wie Spott an, dass von den Regierungsparteien bei dem Programm gegen die Staatsverschuldung von einem sozial verträglichen Programm gesprochen wird.
Die Milchmädchenrechnung mit 5 Milliarden aus der arbeitenden Bevölkerung (vor allem Hartz IV und Familien) und 5 Milliarden aus der Wirtschaft ruft förmlich danach, der unfähigen Politik einen Denkzettel zu verpassen.
Denke ich als normaler Mensch an die Eindämmung der Staatsschulden, so sollte der größte Beitrag eigentlich von denen geleistet werden, die auch die Mittel dafür haben. Hartz IV- Empfänger zählen sicherlich nicht unbedingt zu den Leuten, die finanzielle Mittel über haben. Da ist s verständlich, dass die Linken nach einer Abgabe auf Vermögen fragen. Warum eigentlich nicht?
Hat die Regierung Angst davor, den Leuten mit entsprechenden finanziellen Mitteln zu verprellen? Nein, vielleicht zählen aber genau die Regierungsmitglieder genau zu den Leuten, die das dann betreffen würde.
Oder was ist mit den Subventionen, die mal wieder kaum angefasst werden. Vor einigen Tagen wurde es treffend von einem angesehenen Journalisten in einer Fernsehsendung gesagt, dass die Kürzung der Subventionen um 10 Prozent die geplanten Einsparungen des jetzigen Sparpakets übertreffen würde.
Eines wird mit dem Sparprogramm aber auch deutlich. Die Regierung tut alles dafür, die Politikverdrossenheit weiter zu forcieren. Wer glaubt denn heute noch einem Politiker???
Ja, sicher, jetzt könnte man sagen die Politiker selbst, aber mit etwas Intelligenz ist davon auszugehen, dass diese über ihre Lügenprogramme schmunzeln und sich ihren Teil denken.
Es ist wohl das Thema, das uns zur Zeit am meisten beschäftigt. Ok, es gibt sicherlich einige wenige Ausnahmen, aber die Sehnsucht nach milderen Temperaturen hat uns doch längst alle eingeholt.
Einige fragen bereits, wo die schönen, warmen Winter hin sind. Man musste keinen oder nur selten Schnee schieben, Winterreifen gehörten schon langsam zu den Ladenhütern und Handschuhe, wer wusste denn noch wozu Handschuhe eigentlich da sind?
Damit ist jetzt Schluss, hat sich scheinbar der Wettergott gedacht. Nichts mehr mit T-Shirt tragen im Winter! Nein, Kunstpelz und Steppsachen sollen unseren Alltag im Winter wieder bestimmen.
Und komischerweise frohlocken nun manche Branchen mit Rekordverkäufen. Die Krise scheint durch den Winter beseitigt. Wenn sich schon keine Autos verkaufen, dann doch wenigstens Frostschutzmittel und Winterreifen. Die Energieversorger jubeln, da endlich wieder Rohstoffe und Energie zum Heizen verbraucht werden. Was natürlich Grund genug ist, die Preise wieder zu erhöhen. Ich habe wirklich schon einige Mitarbeiten von Energiekonzernen gesehen, die statt Pupillen endlich wieder das Eurozeichen in den Augen hatten.
Auch vor der Modewelt macht der Winter nicht halt. Waren auf den Laufstegen nur noch abgemagerte Models mit sehr knapp bemessenen Stoffresten zu sehen, so erfreut man sich nun wieder an etwas fülligere Formen, bei denen man auch weiß, dass ihnen die etwas kälteren Temperaturen nicht gleich etwas anhaben können. Schneider freuen sich, weil sie endlich mal wieder längere Nähte vor sich haben, denn mehr Stoff bedeutet auch mehr Arbeit.
Die Liste ließe sich hier wahrscheinlich endlos fortsetzten. ;-)
Was meint Ihr denn, welche Vorzüge oder auch welche Nachteile dieser nicht enden wollende Winter hat?
Nachdem das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil über die Bemessung von Hartz IV für Kinder auch eine Neuberechnung der HartzIV-Beträge von der Regierung fordert, stößt die FDP mit in neue soziale Dimensionen vor. Die Überlegung geht dabei in eine Richtung, die Sozialhilfeempfänger sicher nicht so erwartet haben. Die Regelsätze für HartzIV sollten demnach gekürzt werden, um neue oder größere Anreize für eine Jobaufnnahme und Arbeitssuche zu erzielen.
Sicherlich hat die Überlegung auch seine Berechtigung auf eine geringe Gruppe von Schmarotzern, die dem Sozialstaat in seiner jetzigen Form einfach nur auf der Tasche liegen. Doch einfach alle über einen Kamm zu scheren halte ich für sozialen Schwachsinn. Wo nimmt denn die FDP die Arbeitsstellen her, die für die Integration von mehr als 3 Millionen Arbeitslosen nötig sind?
Fest steht doch, dass einige Faktoren negative Auswirkungen auf einen neuen Job haben. So finden Menschen mit steigendem Alter immer schlechter einen Job. Vieles spricht dafür, dass Menschen ab einem Alter von 55 Jahren kaum noch Jobchancen haben, weil sie einfach zu alt sind.
Anders herum soll aber das Renteneintrittsalter ebenfalls schrittweise angehoben werden, weil die Rentenkasse nicht mehr liquide ist.
Das System sollte stark überdacht werden und konstruktive Vorschläge sollten unterbreitet werden, wie mehr Jobs geschaffen werden können um viele Menschen aus HartzIV heraus zu holen.
Wie sieht Ihre Meinung zum Vorstoß der FDP aus?
Viele sprechen im Jahr 2010 vom Jahr nach der Krise. Stimmt es denn, was uns die Medien hier vorgaukeln?
Nehmen wir nur einmal eine Schlagzeile aus den heutigen Nachrichten. Da wird behauptet, dass 2009 gar nicht so schlimm war, als man lange annahm. So wurden beispielsweise mehr Firmen gegründet, als das Firmen pleite gingen.
Toll denke ich mir da. Firmen wie Quelle und weitere Großunternehmen gehen in die Insolvenz und hinterlassen Tausende Arbeitslose. Die Frage müsste demnach eigentlich lauten, wie viele Menschen wurden durch Neugründungen von Firmen eingestellt und wie viele verloren ihren Arbeitsplatz durch die großen Pleiten. Sicherlich ergibt sich hier dann ein ganz anderes Bild.
Aber wir wollen ja auch mit positiven Meldungen ins Neue Jahr starten. Die neue Regierung frohlockt mit Steuererleichterungen. Dass diese kaum bezahlbar sind und die Zeche natürlich wieder die Steuerzahler leisten müssen, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.
Die Schere zwischen arm und reich klafft auch immer weiter auseinander. Erschreckend ist hierbei, dass es vor allem den Alten und Kindern besonders schlecht geht. Noch nie galten so viele Kinder und Rentner als arm! Kaum vorstellbar ist dabei die Tatsache, dass in Deutschland, einem der größten und reichsten Länder der Welt, über 3 Millionen Kinder unter der Armutsgrenze leben. Das macht Mut!
Schlimm ist es aber, was sich in der Politik abspielt. Der Regierungsgedanke beherrscht unsere Parteien und nicht der Wunsch, dem Volk aus der Krise zu helfen. So bekämpfen sich die Parteien in kleinsten Grabenkämpfen bis aufs Blut, statt sich darauf zu konzentrieren, wie es den Bürgern und dem Land wieder besser gehen könnte.
Ich wünsche meinen Lesern trotzdem Alles Gute für das Neue Jahr 2010 und hoffe, dass Sie weiterhin interessierte Leser bleiben werden.
Ihr MyZero
Bald sehe ich mir die privaten Sender nicht mehr an, denn die Pläne der Privatsender sehen weitere zuschauerfeindliche Dinge vor, die mich zu diesem Schritt bewegen.
Grund ist der Vorstoß des Privatfernsehens, sich den neuen Fernsehstandard HDTV vergolden zu lassen.
Was ist geplant?
Astra und die privaten Sender wollen ihre schwindenden Werbeeinnahmen durch Verschlüsselung, neuer benötigter Technik und hohen Gebühren refinanzieren. Deshalb soll das HDTV-Format nur gegen Aufpreis angeboten werden. Außerdem benötigt man zusätzlich einen neuen Receiver, der HD plus fähig ist oder mit dem neuen Zugangssystem CI plus ausgestattet ist.
Hört sich nicht nur kompliziert an, sondern ist es auch. Keine Angst, es geht noch komplizierter!!!
Zusätzlich benötigt man noch eine sogenannte Smart-Card. Diese hat jedoch nur eine Laufzeit von 12 Monaten und muss danach natürlich für mein Geld für die nächsten 12 Monate freigeschaltet werden.
Diese Gebühr soll etwa bei 50 bis 60 Euro liegen.
Rechne ich dann noch den neuen Receiver, die Zeit der Montage und Einspielung der Firmware hinzu, so kann ich dem Privatfernsehen für diesen Bildungsauftrag nur beglückwünschen.
Mir kommt es so vor, als ob das Privatfernsehen nun endlich das Bildungsproblem angehen will und uns allen beibringen möchte, wie Bildung aufgezwungen werden kann und wie wir alle zu technischen Genies werden sollen.
Diese Vorgehensweise sollte man dann aber bitte auch auf andere Bildungsrichtungen ausdehnen.
Einfach alle 2 Jahre ein neues System entwickeln, das alte Abschalten und den Zugang an neue Hürden knüpfen. Da die Neuentwicklung ja auch was kostet, sollte man natürlich auch neue Gebühren erheben können.
Übrigens ist es nicht einmal die ganze Wahrheit, die bisher hier benannt wurde, denn die neue Technik soll gleichzeitig den Konsumenten der HD Ready Fernsehwelt verbieten, seine Programme ohne Werbung aufnehmen zu können. So soll das Vorspulen durch bestimmte Signale verhindert werden, wenn Werbung aufgezeichnet wurde.
Bisher dachte ich immer, ich darf selber entscheiden, was ich sehen möchte und was nicht. Aber nun werde ich eines besseren belehrt. Nur rechnen die Fernsehsender nicht mit mir, denn warum sollte ich darauf erpicht sein, weitere Gebühren für Fernsehprogramme auszugeben, die in ihrer Qualität immer schlechter werden.
Ich denke, das ganze hat aber auch etwas Gutes, da ich nun verstärkt zu einem guten Buch greifen werde.
Danke Privatfernsehen.